Saar-Forscher wollen computergestützte Methode für individuelle Therapien entwickeln

15.04.2016

Patentverwertungsagentur

Die Medizin hat im 20. und 21. Jahrhundert riesige Fortschritte gemacht und viele Krankheiten unter Kontrolle gebracht, die in den Jahrtausenden zuvor tödliche Bedrohungen waren. Dennoch gibt es nicht den einen richtigen Weg, eine Krankheit zu behandeln. Oft verläuft die gleiche Krankheit von Patient zu Patient unterschiedlich, die gängige Therapie, die bei den meisten Patienten anschlägt, bleibt bei manchen wirkungslos. Forscher der Universität des Saarlandes gehen daher gemeinsam mit Kooperationspartnern einen Schritt weiter: Im Forschungsprojekt „XplOit” möchten sie eine computergestützte Methode entwickeln, mit der ein Krankheitsverlauf im Rahmen einer Knochenmarkstransplantation individuell vorhergesagt und eine Therapie auf jeden einzelnen Patienten maßgeschneidert werden kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Vorhaben für die Jahre 2016 bis spätestens 2021 mit bis zu 5,2 Millionen Euro, davon gehen rund 1,3 Millionen Euro an die Saar-Uni.