Weiterführung der Verwertungsoffensive 2016-2020


Die Fortführung und Weiterentwicklung der erfolgreichen Zusammenarbeit des Patentverbunds der saarländischen Hochschulen (PSH, gebildet aus der Universität des Saarlandes (UdS), der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW), des Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH (ZeMA) und der PharmBioTec GmbH (PBT)) und der Patentverwertungsagentur der saarländischen Hochschulen (PVA) mit dem Ziel der frühzeitigen schutzrechtlichen Sicherung bzw. erfolgreichen Verwertung von Forschungsergebnissen im Sinne eines nachhaltigen Technologietransfers in die wirtschaftliche Praxis und/oder industrielle Anwendung ist Zielsetzung des Gesamtprojekts des PSH. Dieses wird in drei Teilprojekten durchgeführt:

Teilprojekt A: Sensibilisierung, Erfinderberatung und Patentmanagement

Die PVA als verantwortlicher Geschäftsbereich der Universität des Saarlandes Wissens- und Technologietransfer GmbH (WuT) übernimmt die Aufgaben von der Motivation und Sensibilisierung der Wissenschaftler, über Schulungen, Beratung zur Industriekooperationen, Unterstützung bei Beantragung von Fördermitteln mit Verwertungsbezug, patentrechtliche Bewertung von Erfindungen, marktbezogene Bewertung von Erfindungen sowie der Koordination und Qualitätssicherung von Patentanmeldungen. Hierdurch wird eine ganzheitliche Betreuung der Wissenschaftler sichergestellt. Alle Arbeitspakete rund um die Erfindungsmeldung (von der Motivation und Unterstützung zur schriftlichen Meldung, über die formelle Prüfung und Bewertung und ggf. die Koordination der Patentanmeldung bis hin zur Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten der Weiterentwicklung) sowie die wichtigen Schnittstellenaufgaben zu den Bereichen Unternehmenskooperationen, Drittmittelverträge und IT-Inkubator sind in diesem Teilprojekt enthalten. 

Teilprojekt B: Schutzrechtliche Sicherung

Die Sicherung von Forschungsergebnissen in Form von Patentanmeldungen ist Grundvoraussetzung für eine spätere Vermarktung an Unternehmen, da geschützte Erfindungen den potenziellen Interessenten eine zeitlich begrenzte Monopolstellung bieten und somit auch eine gewisse Absicherung der Investitionen in die Weiterentwicklung darstellen. Daher ist die ausreichende finanzielle Ausstattung dieses Teilprojektes wichtig, um zum einen alle Forschungsergebnisse mit wirtschaftlichem Potenzial zeitnah sichern zu können und zum anderen die sehr riskanten aber gleichzeitig potenziell sehr vielversprechenden Forschungsergebnisse auch über einen längeren Zeitraum und mit ausreichender räumlicher Abdeckung zu Patenten führen zu können.

Teilprojekt C: Verwertung von Erfindungen

Die Vermarktung von Erfindungen ist essentieller Teil der Aufgaben des PSH und somit der PVA. Im Rahmen dieses Teilprojekts werden u.a. folgende Arbeitspakete durch die PVA übernommen:

  • Erstellen und Verbreiten von Technologieexposés
  • Vertiefte Marktanalyse, Firmenrecherche und aktive Ansprache potentieller Interessenten
  • Verhandlung, Gestaltung, Überwachung und finanzielle Abwicklung von Verwertungsverträgen

 Die Teilprojekte A und B sind aus EFRE-Mitteln über das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr gefördert. Außerdem sind die Teilprojekte B und C wesentlich über das WIPANO-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie kofinanziert.